Jung denken-Jung handeln


28.08.2008

Junge Generation Bruneck 







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Portrait der Ortsgruppe JG-Bruneck
JG-BRUNECK
Themen
Veranstaltungsreihe Mediation

13.10.2006
Was ist „Mediation“?

Mediation ist ein Verfahren der Konfliktlösung, das in den 60er und 70er Jahren in den USA entwickelt wurde und zwischenzeitlich in zahlreichen europäischen Ländern Eingang gefunden hat und dort mit Erfolg in vielen Lebensbereichen angewendet wird.
Wörtlich übersetzt bedeutet „mediation“ Vermittlung. Sie kann selbst dann gelingen, wenn die Konfliktparteien in einer offenkundigen Sackgasse stecken und alleine nicht mehr weiterkommen bzw. gar nicht mehr miteinander reden. Die VermittlerInnen hören sich die Anliegen aller Beteiligten an, lassen sie ihre Gefühle ausdrücken und helfen bei der Klärung der eigentlichen Interessen der Konfliktparteien. „Es kommt oft vor, dass die wahren Gründe der Auseinandersetzung erst im gemeinsamen Gespräch offen gelegt werden,“ so die Mediatorin Dr. Reichegger.
In zunehmendem Maße stellen die MediatorInnen wieder eine direkte Verbindung zwischen den Streitenden her. Die VermittlerInnen haben den nötigen Abstand und verfügen über eine distanzierte Sichtweise, die es ihnen ermöglicht, durch den gezielten Einsatz von Techniken und Methoden die festgefahrene Situation in einem neuen Licht betrachten zu können. Die KontrahentInnen erfahren durch diese Vorgehensweise, welches die eigentlichen Probleme, Gefühle und Interessen der anderen Seite sind. Im geschützten Raum eines solchen Gesprächs können sie Verständnis und neues Vertrauen zueinander entwickeln und schließlich gemeinsam an einer Lösung ihrer Probleme arbeiten. Das Ziel ist es, die Konfliktparteien dazu zu befähigen, selbst Lösungen zu entwickeln, die für beide Seiten gewinnbringend und für die Zukunft tragfähig sind. „Mediation stellt somit eine sinnvolle Alternative zu Kampf, Verletzung, Schuldzuweisung und Beziehungsabbruch dar,“ meint die Mediatorin DDr. Brunner.

Wo kann Mediation angewendet werden?

Das Verfahren der Mediation ist in den verschiedensten Bereichen sowohl des privaten als auch des öffentlichen Lebens einsetzbar.
Weite Verbreitung hat das Mediationsverfahren bei der Regelung von Ehekonflikten und Scheidungsangelegenheiten gefunden. Aber nicht nur, wo beispielsweise Kinder unter Konflikten der Eltern möglichst wenig leiden sollten, sondern auch in Schulen, wo Kinder selbst Konflikte austragen und lösen, ist dieses Verfahren bereits etabliert.
Zur Bereinigung von Nachbarschaftsstreitigkeiten, Mietkonflikten und Erbauseinandersetzungen hat sich dieses Instrument der Mediation schon oftmals bewährt. Auch Pfusch am Bau klärt man besser im gemeinsamen Gespräch als vor Gericht. Das kostet nur viel Geld und Zeit, ohne dass die Mängel möglichst schnell beseitigt werden.
Selbst die Wirtschaft hat längst die Vorteile der Mediation erkannt. „Die Geschäftswelt braucht heute, mehr denn je, schnelle Entscheidungen, vor allem wenn es um Meinungsverschiedenheiten und Streitfälle unter den Vertragsparteien geht. Mediation ist eine Verhandlungsmethode, die die betroffenen Streitparteien und ihre Berater an einen Tisch bringt“, so Benedikt Gramm, Präsident der Handelskammer Bozen, im Rahmen seiner Begrüßungsrede bei der Eröffnung der Mediationsstelle beim Schiedsgericht der Handelskammer Bozen.
Im politischen Bereich werden unterschiedlichste Konflikte durch ein Mediationsverfahren zwischen verschiedenen Institutionen, Organisationen, Vereinen und Parteien lösungsorientiert angegangen.

Fazit

Die Entscheidung zur Mediation ermöglicht den Betroffenen jahrelange Auseinandersetzungen vor Gericht zu vermeiden und unerträgliche Situationen aktiv zu verändern. Es braucht nur den Mut, sich im Bedarfsfall auf eine außergerichtliche Lösung einzulassen.


Mediation - was ist das?

Mediation (lat. Vermittlung): Dabei handelt es sich um ein in vielen Ländern bereits erfolgreich angewandtes Verfahren zur einvernehmlichen und konstruktiven Konfliktlösung. Ziel des Mediationsverfahrens ist ein für alle Beteiligten positives Ergebnis.
Ablauf des Verfahrens: Beide Parteien versuchen unter Anleitung und Begleitung durch einen neutralen Vermittler (Mediator) zu einer einvernehmlichen Lösung zu gelangen.
Einsatzbereiche: Partnerschafts-, Familien-, Erb-, Nachbarschafts- und Wirtschaftsstreitigkeiten, Auseinandersetzungen im Bauwesen usw.
Vorteile: schnell (Dauer 4 - 7 Sitzungen) und günstig, hohe Erfolgschancen, Vertraulichkeit, angemessene Berücksichtigung der Standpunkte, Interessen und Ziele beider Parteien, Wiederherstellung oder Neugestaltung und Verbesserung der persönlichen bzw. geschäftlichen Beziehungen.


Vortragsreihe zum Thema „Mediation – Konflikte einfach und schnell lösen“

Referentinnen: DDr. Verena Brunner und Dr. Alexandra Reichegger

Termine:
Olang, 08.11.2006, 20.00 Uhr, Kongresshaus
Sand in Taufers, 15.11.2006, 20.00 Uhr, Kl. Bürgersaal
St. Lorenzen, 23.11.2006, 20.00 Uhr, Schulgebäude
Bruneck, 29.11.2006, 20.00 Uhr, Alte Turnhalle

Eine Gemeinschaftsinitiative von:
SVP Frauen Bezirk Pustertal
SVP Frauenausschüsse Olang, Sand in Taufers, St. Lorenzen und Bruneck
KVW Bezirk Pustertal
Kath. Familienverband Bezirk Pustertal
Sozialdienste der Bezirksgemeinschaft Pustertal
Junge Generation SVP Bruneck


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