Besser für Brixen


28.08.2008
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BRIXEN
Themen
Gemeinde-politik – familien-freundliche Politik

16.03.2005
Konkrete Ansatzpunkte in der Familienpolitik können sich von Ort zu Ort stark unterscheiden, eine Standardlösung gibt es nicht.
Bei der Diskussion und Umsetzung familienpolitischer Ziele sind nicht nur die Aktivitäten der Gemeinde gefragt, sondern die Zusammenarbeit unterschiedlicher Partner – Kommunen, Unternehmen, Vereine, Kirche, Familien – die unterschiedliche Kompetenzen und Möglichkeiten einbringen.

Bisherige Handlungsfelder für eine familienfreundliche Gemeindepolitik waren:

Betreuungsinfrastruktur - Kinderbetreuungsangebote

Die Gemeinde führt einen gemeindeeigenen Kinderhort. Betreut werden Kleinkinder im Alter von 3 Monaten bis zu drei Jahren. Öffnungszeiten: 7:30 - 15:30 Uhr oder verlängerter Turnus: 7:30 – 17:15 Uhr. Dieser wurde um eine Sektion erweitert. Mit derzeit 3 Sektionen stehen 49 Kinderbetreuungsplätze zur Verfügung. Im Herbst 2004 gab es völlig unerwartet 67 Nachfragen. Auch hier ließ sich die Gemeinde etwas einfallen und versuchte den Eltern zu helfen. Sie ging eine Konvention mit der neu errichteten Kindertagesstätte in der Gewerbezone ein, und sicherte sich dort 15 zusätzliche Plätze.

Schaffung einer betriebsnahen Kindertagesstätte in der Gewerbezone mit bedarfsgerechten Betreuungszeiten. (7:30 – 19:00 Uhr)
Auf Initiative der Frauen der Gemeindekommission für Chancengleichheit und der Svp-Frauen startete im Herbst 2004 das Pilotprojekt s’Käferle Haus. Geführt von der Sozialgenossenschaft Coccinella m.b.H. – sehr gutes Beispiel für Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Partnern: Industriellenverband, Land, Gemeinde, Frauen. 30 Kleinkinder können betreut werden, angestrebt wird zukünftig auch die Betreuung von Schulkindern außerhalb der Schulzeiten.

Kindergarten
Der deutsche KG in Milland und der italienische KG Millecolori in der Runggadgasse wurden saniert bzw. erweitert. Im Kindergarten Mozart wurde vorübergehend eine 5. Sektion errichtet. In der Zone Zinggen-Rosslauf sind die Arbeiten für den Bau von 3 deutschen und einer italienischen Kindergartensektion im Gange. Mit derzeit 775 Plätzen gibt es keine Wartelisten mehr, alle Kinder von 3 – 6 Jahren erhalten einen Kindergartenplatz.
Auf Anfrage der Eltern werden auch verlängerte Öffnungszeiten im Kindergarten angeboten. Derzeit wird die verlängerte Öffnungszeit im Kindergarten von 25 Kindern genutzt.

Kindergartentransport
Die Gemeinde hat einschlägige Kriterien für die Errichtung eines Kgtransportes ausgearbeitet und für verschiedene Kg in den Fraktionen Zubringerdienste eingerichtet.


Sommerbetreuung von Kindern von 3 J. – 14 Jahren:
In den letzten Jahren haben Vereine verstärkt Sommerbetreuungsprojekte gestartet, bis zu 500 Kinder verschiedener Altersklassen werden betreut. Die Gemeinde hat diese finanziell aber auch durch Infrastrukturen gut unterstützt.

Besonders hervorzuheben ist dabei die Sommerbetreuung des Eltern-Kind-Zentrums in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Betreut werden ca. 100 Kinder von 3 – 8 Jahren.
1995 startete das Komitee für Chancengleichheit im Sanitätsbetrieb Brixen die erste Sommerbetreuung für 15 Kinder in einem Kindergarten in Brixen: die Arbeitsgruppe Kinderbetreuung in Zusammenarbeit mit dem Eltern-Kind-Zentrum bot erstmalig eine Sommerbetreuung für Kinder von 3 bis 11 Jahren an, von da an wurde nun jeden Sommer diese Möglichkeit – mit einigen Anpassungen - angeboten und verstärkt von Eltern in Anspruch genommen.


Unterstützung von Organisationen und Initiativen, die sich für Familie engagieren
Gute Zusammenarbeit mit Vereinen: diese werden zu sog. Familienzentren - zu Knotenpunkten für familienfreundliche Aktivitäten. Besonders nennen möchte ich hierbei

Elki – Eltern-Kind-Zentrum
Wichtiger Treff für Mütter wie auch Väter
Vke – Verein Kinderspielplätze und Erholung: Spielhaus im Fischzuchtareal wurde realisiert jeden Nachmittag wird hier gemeinsam gebastelt und gespielt.

Nicht zu vergessen sind dabei auch die zahlreichen Sportvereine, die ebenfalls eine wichtige Rolle in der Kinder- und Jugendbetreuung spielen und ebenfalls zu wichtigen Familientreffs werden.


Schulausspeisung
Auch dieser Dienst wurde konstant ausgebaut und verbessert, um auch hier den Familienbedürfnissen gerechter zu werden. Wie organisiert die Gemeinde den Schulausspeisungsdienst?
a) in gemeindeeigenen Strukuren: Rosmini Mensa, neu gestaltete Schulmensa in der Dantestraße – zukünftige Projekte sind Schulausspeisung Gs Milland und Ms Pacher
b) in den nahegelegenen Kindergärten (z.B. GS Afers)
c) Ausspeisung in nahegelegenen Gasthäusern – Vereinbarungen (z.B. GS Tils, GS Milland, GS St. Andrä)
d) Anlieferung der Mahlzeiten (z.B. GS Tschötsch)
e) Seit Anfang des Schuljahres 2003/04 führt die Gemeinde die Mensa im Studentenheim „St. Michael“
Im Schuljahr 2003/2004 beanspruchten ca. 900 Schüler diesen Dienst. Ca. 41.000 Mahlzeiten wurden ausgegeben.


Gemeindeangestellte und Teilzeitarbeit
In der Gemeinde selbst werden verstärkt familienfreundliche Arbeitsmodelle angewendet. Die Angestellten haben die Möglichkeit, Teilzeit zu arbeiten. Bisher wurde jede Anfrage um Teilzeitarbeit (Vertikal, horizontal, Gestaltung des Arbeitszeitbeginnes – Mittagspause usw.) positiv behandelt.


Thema Sicherheit 
Familien suchen tendenziell ein sicheres räumliches Umfeld. Bemühungen um kindgerechten Straßenverkehr sind eine große zukünftige Herausforderung für die Gemeinde Brixen. Mit Projekten: „Sicher mit dem Fahrrad unterwegs“ – „Autofrei zur Schule -Wir sammeln Klimaschritte“, „Sichere Schulstraßen“ – „Verkehrserziehung durch die Stadtpolizei“ – „Einsatz von Schülerlotsen“ hat die Gemeinde bereits erste wichtige und richtige Schritte unternommen.
Glücklicherweise hat die Gemeinde wenige im Straßenverkehr verletzte Kinder (0 – 15 J.) zu beklagen:
2000 1 K., 2001 2 K., 2002 1 K., 2003 2 K., 2004 2 K.


Spielplätze und Ballspielplätze
Spielplätze z.B. Mozart Spielplatz, Spielplatz Etzelweg, Spielplatz Milland wurden umgestaltet, kindgerechter gestaltet. Ballspielplätze in Milland und im Lidoareal realisiert. Für die Zone Rosslauf-Zinggen liegt ein fertiges Projekt mit zugesicherter Finanzierung vor, ca. 3500 qm werden zu einer grünen Spiel- und Erholungsinsel für jung und alt.


Familie und Tarifvergünstigungen
Die Gemeinde hat im Schwimmbad die Einführung der Familienkarte ermöglicht und trägt einen Teil der Eintrittskosten für Kinder und Jugendliche und SeniorInnen. Auch hier sind schon erste Ansätze in Richtung Tariferleichterungen für Familien mit Kindern erkennbar.
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